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Droht in den deutschen Städten eine Immobilienblase?

(Berlin, 02.01.2013) Der rasante Anstieg von Miet- und Kaufpreisen an vielen Standorten lässt die Vermutung zu, dass sich die Märkte überhitzen. Welche Argumente allerdings dagegen sprechen, können Experten anschaulich erklären.

Vor allem in den deutschen Metropolen und den strukturstarken Ballungsgebieten ist derzeit eine deutliche Steigerung der Immobilienpreise zu beobachten. Grund hierfür ist die gestiegene Nachfrage nach einer sicheren Geldanlage. Die Immobilie zeichnet sich im Gegensatz zu Aktien und anderen Produkten des Finanzmarktes durch ihre Werthaltigkeit aus. Zudem wissen Investoren die Gebäude als Inflationsschutz zu schätzen. Auch in den kommenden Jahren ist davon auszugehen, dass die Preise für Eigentumswohnungen und Häuser weiter ansteigen werden. Für Immobilien in Hamburg wird bis zum Jahr 2015 ein Preisanstieg von 15 Prozent prognostiziert. Auch in Berlin soll die Erhöhung immerhin 8 Prozent und in Leipzig knapp 10 Prozent betragen.

Anstieg der Immobilienpreise ist nicht auf Spekulation zurückzuführen

Aufgrund der Preisentwicklungen wurden bereits die ersten Stimmen laut, die eine neue Immobilienblase befürchten. Eine solche Situation tritt allerdings in der Regel auf, wenn Investoren die Objekte zu einem höheren Preis als dem tatsächlichen Wert erwerben und die konjunkturelle Situation andere Tendenzen aufweist. Dies liegt jedoch nicht vor, da die Großstädte eine hohe Zuwachsrate verzeichnen können und sich vielerorts eine hohe Beschäftigungsquote abbildet. Dadurch steigt auch die Anzahl an Haushalten an den Standorten, wodurch sich die Mietpreise mit den Kaufpreisen nach oben entwickeln. Außerdem kann argumentiert werden, dass kein übersteigertes Maß an Fremdfinanzierung vorliegt. Wer einen Kredit beantragt, muss nach wie vor im Regelfall über einen hohen Anteil an Eigenkapital verfügen. Gleichzeitig sind die Aktivitäten von sogenannten Heuschrecken zurückgegangen. Großinvestoren gehen heute deutlich strategischer beim Kauf vor und achten vor allem auch auf den angebotenen Preis der Objekte.

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1 Comment

  1. Rico says:

    Der wichtigste Punkt ist wohl, dass in Kontinental-Städten theoretisch immer außen herum weiter gebaut werden kann. Darüber sollte sich der Markt praktisch immer selbst regulieren lassen, sobald es im Zentrum zu teuer wird. Mit jeder neuen Schnell-Verbindung ins Zentrum wird das Problem zudem wieder entschäft.

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